Die 6 Jahres Phase – Mein liebes Kind du treibst mich in den Wahnsinn…

Seit einiger Zeit versucht mich unser 6jähriger in den Wahnsinn zu treiben. Er hört nicht auf mich, er trotzt immer und überall. Wenn ich ihm in der Öffentlichkeit etwas verbiete, dann schreit und haut er umher und manchmal schreit er auch einfach so, ich hätte ihm wehgetan, obwohl ich ihn nicht mal berührt habe, denn er weiß es treibt mich auf die Palme…

Die 6-Jahres-Krise

Natürlich verstehe ich, dass er es im Moment nicht einfach hat. Der Schuleintritt steht kurz bevor und es ist alles neu und furchtbar aufregend. Man gehört nicht mehr zu den kleinsten, aber auch noch nicht zu den großen.

Das richtig kindliche geht verloren und nun muss er sich neu finden. Es ist anstrengend für ihn und für mich.

Kinder durchleben in der Schuleintrittszeit oftmals eine schwierige Zeit. Ich versuche ihn dabei so gut es geht zu unterstützen und ihn vieles jetzt schon selber entscheiden zu lassen.

Die 6 Jahres Krise


Du bist noch ein Kind – mein Kind

Alexander durchlebte keine wirkliche Trotzphase als er zwei war. Damals freut ich mich – heute weiß ich es besser. Ich habe viel über die 6 Jahresphase gelesen und fast überall stand, wenn die Trotzphase als Kleinkind harmlos war, wird die Einschulungszeit umso schlimmer. Die Kinder versuchen sich abzulösen, obwohl sie die Eltern eigentlich noch brauchen – ein richtiger Zwiespalt.

Diese Phase ist so anstrengend für mich. Ich weiß manchmal echt nicht mehr weiter. Wie soll man auch reagieren, wenn ein 6jähriger (dem ganz sicher bewusst ist, was er tut), sich einfach so vehement weigert Regeln einzuhalten?

Zum Beispiel heute morgen. Um 5 Uhr tapst er ins Schlafzimmer und will das ich aufstehe. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr sage ich ihm es sei noch viel zu früh und er solle doch bitte wieder in sein Bett gehen. Da flippt er total aus und weckt damit seine Geschwister, welche natürlich auch nicht ausgeschlafen sind um diese Uhrzeit. Ich erteile ihm also Fernsehverbot. Er geht ins Wohnzimmer und schaltet sich den Tv ein und grinst mir dabei mitten ins Gesicht.

Also da frage ich mich teils schon?!

Wie reagiert ihr?

Mich würde ja mal interessieren, ob eure Kinder auch manchmal so Phasen haben, in denen sie euch so austesten. Wie reagiert ihr, wenn diese Phasen echt schon an den Nerven kratzen?

Die Phase dauert nun schon Wochen… und ich bete jeden Abend, dass sie doch bitte bald vorbei sein mag.

 

Mein liebes Kind, du treibst mich ansonsten noch in den Wahnsinn. <3

 

33 Kommentare

  1. Mein Kamikazekind ist ähnlich drauf…und auch meine Vorschulgruppe, die ich von der Schule aus im Kinderfarten betreue. Gelassenheit ist hier das einzige was mir hilft…Fängt die Schule an ist der Spuk vorbei, die Kinder dann aber nach dem Unterricht sehr geschafft, dass sie deswegen anstrengend sind

  2. Vielleicht einfach Mal einen Pin im Fernseher, damit er versteht dass nicht er das Sagen hat wann TV geguckt wird sondern du.

    Geschichten wo der Protagonist sich an die Regeln hält und Konsequenzen folgen wenn er es nicht tut, sodass die Geschichten eine Vorbild Funktion hat.
    Das hat auch immer ganz gut funktioniert.

  3. Ohhhh gut dass ich das jetzt gelesen haben. Herr Bär 6 zwickt seine Schwester. Ich: hör auf Er: grinst und macht weiter Ich werde wütend! Er: du bist so gemein läuft ins Zimmer und knallt die Tür oooohhhhmmmmm

  4. Oh ja das kenne ich zu gut. Unsere Kleene schaut seit einigen WOCHEN wie weit sie gehen kann. Mein Mann und ich sprachen erst gestern von dieser tollen Phase als sie zwischen 2-3 war. Eigentlich waren es eher 3 Phasen �� damals dachte ich noch ich hätte etwas faldche gemacht. Nun ist sie 5 1/2 und es geht wieder los. Achja…aber das wird schon �� lg Desiree

  5. Du sprichst mir aus der Seele. Unser großer Floh wird im November 6 und gibt sich auch größte Mühe uns in den Wahnsinn zu treiben. Es tut gut zu hören, dass es bei anderen auch so ist. Ich habe oft das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben weil er sich, wenn er sauer ist, so respektlos anderen Menschen gegenüber verhält. Eine Lösung habe ich leider nicht, durchhalten, konsequent bleiben und viel Liebe ist unsere Devise.

  6. Hi ihr Lieben. Ich habe gerade eure Blocks gelesen und muss als erstes mal sagen, dass ich mega beruhigt darüber bin, dass wir nicht die einzigen sind, denen es so geht.

    Unser Sohn steht jz kurz vor dem Schuleintritt. Und auch wir hatten zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr echt Sonne mit seiner "Trotzphase". Ich hatte damals schon Angst, mit meinem Kind stimmt was nicht. Denn fast jedes andere Kind in seinem Alter hatte diese Trotzphase.
    Na ja, dafür ist jz umso schlimmer. Einerseits ist er so selbstständig, verständnisvoll und "reif" für sein Alter. Anderseits aber tanzt er uns auf der Nase ein, ohne Rot zu werden. Das ist oft mega anstrengend. Wir versuchen dann auch entweder gelassen zu reagieren, ihn zu ignorieren oder wenn es gar nicht anders geht: Verbote und oder Hausarest. Fersehvervot zieht immer��.
    Lasst euch eins gesagt sein, das ist alles toooooootal normal und auch diese Phase wird bald überstanden sein.�� Vlg

  7. Oh man, ja ich kenne das von meinem Baldschulkindsohn auch und bin so froh, eure Beiträge hier zu lesen. Gerade gestern habe ich mit meiner Freundin darüber gesprochen, die eine BaldschulkindTochter hat. Mein Sohn hat auf einmal eine KommandoSprache drauf und zickt, weint und wütet bei jeder Kleinigkeit. Mir ist schon klar, dass der KitaAbschied und der baldige SchulBeginn von den kleinen Großen verkraftet werden muss, aber es fühlt sich schon sehr undankbar an, zumal ich versuche ihm seine freie Zeit jetzt noch so schön wie möglich zu gestalten.

    Aber ich denke auch, Verständnis, Gelassenheit und tiefe Atemübungen helfen uns am Besten durch diese Phase. Aber es ist nicht leicht und es kratzt wirklich an den Nerven und Kräften. Zumal ich mit meiner 1 1/2 jährigen Tochter auch schon die ersten Anzeichen ihrer Trotzphase durchmache. Ooooohhhhhmmmm!

  8. Und ich dachte schon mein Sohn hat sowas wie Hormonschübe��. Ich neulich so zu ihm : Pow Patrol ist für die nächste Zeit für dich gestorben! > Mama, das hast du doch morgen wieder vergessen.�� Wir gucken seit einem Monat kein Fernsehen. �� Schön zu lesen, das man diese Phase nicht allein überstehen muss.

  9. Bin ich froh das es bei euch genauso ist. Ich steh noch durch!
    Unser baldschulkind testet ohne Unterlass die Grenzen aus, seid ein paar Tagen lügt er noch dazu. Ich muss dazu sagen das löckchen Mädel fast fünf ständig mit ihm rauft und es eine Lautstärke teilweise annimmt wo ich froh drüber bin das wir nen Bauernhof haben und etwas Platz ist bis zu den Nachbarn ��
    Unser Windel Rockerin ist mit ihren vier Monaten die brävste von allen drei. Morgen geht der Kindergarten endlich wieder los dann ist wenigstens früh etwas besser weil die mittlere dann i. Kindergarten ist….

  10. Hallo alle zusammen,

    Es ist wirklich beruhigend zulesen, das ihr auch fast alle das gleicheProblem habt. Wir haben auch drei Mäuse und mein Sohn ist 6 Jahre, gerade seit 4 Woche in der schule. Allerdings warte ich immer noch darauf das es besser wird. Zur Zeit ist es nur anders, wie in den 5 wochen Ferien. Jetzt muss er sich an den schulalltag und Hausaufgaben gewöhnen und denke das braucht auch ein bisschen zeit bis er das verinnerlicht hat. Er will HA machen wann er will, am liebsten gar nicht usw.Das mit dem Wutanfall und Türen schlagen kennen ich auch nur zu gut. Denke jedesmal ich habe schon ein pupertierenes Kind.( ha,ha) Wenn er die HA aber dann mal begonnen hat klappt es meistens ganz gut. Er hatte aber eine ganz starke trotzphase mit 2 jahren, er schlug sein Kopf irgendwo gegen, wenn er sein willen nicht durchgesetzt bekommen hat, da hat nur geholfen bei seinem Nein zu bleiben und ignorieren, auch wenn hart es war. Das war nicht einfach, aber das hat uns allen geholfen. Unsere mittlere fängt jetzt erst richtig mit ihrer trotzphase mit 4 Jahren an. Unsere kleinste ist 14 Monate und sie weiß jetzt schon genau was sie will, kann sich ja auch schon einiges ab schauen. Mit dem schlafen haben wir auch sehr selten Probleme, eher mit dem frühen aufstehen, wir schlafen alle gerne länger. Dazu kommt das wir zur Zeit unseren Hof neu machen, da kommt dann mal alles auf einmal.
    Am Wochenende erlaube ich schon mal mehr, länger auf bleiben, gemeinsam einen kinderfilm anschauen, die Spannung von der Woche raus nehmen.
    Wie es schon meinen Vorgänger(innen) geschrieben haben, es geht vorbei, mit liebevoller konsequens, stark sein und durchhalten.
    Viel Erfolg, Kraft und Ausdauer für alle die zur zeit im gemeinsamen Boot fahren. LG

  11. Hallo Du,
    ich hab neulich auch darüber geschrieben und ich lasse dir heute meinen Link zum Beitrag hier.
    Bei uns ist es gerade ähnlich. Am Wochenende hat sich einer der oberen Schneidezähne endlich gelöst. Ich dachte schon, es passiert nie mehr. Aber stabiler ist hier leider noch nix geworden. Das Söhnchen ist anhänglich, er hat inzwischen auch öfters Albträume und wir alle schlafen deshalb schlecht. Es ist schon eine sehr intensive Zeit jetzt gerade. Aus Erfahrung beim Töchterchen weiss ich zwar schon, dass es bald besser wird… aber "bald" ist ja dehnbarer Begriff.
    https://www.kidsandcats.de/wackelzahn-pubertaet-lesemaus/

    Danke für deinen Text. Da fühl ich mich gleich nicht mehr so alleine :-)
    Liebe Grüße
    Carola

  12. Er braucht dich als Anker, als Sichherheit vor der nächsten großen Ablösung. Wenn er früh wach ist, nimm ihn doch noch ein bisschen zu dir…alle haben was davon. Er braucht viel Aufmerksamkeit,zur Not also auch negative…Fernsehen hat ja nichts mit dem Schlafen zu tun, wie soll er das verstehen? Strafen bringen nichts, Konsequenzen sind besser. Z.B, wenn alle müde sind, weil du sie aufgeweckt hast, können wir xyz heute nicht machen…und immer daran denken, die Kinder verstehen ihr eigenes Verhalten in Entwicklungsphasen oft nicht!! Das sind komplexe Vorgänge im Gehirn und nichts davon macht er um dich bewusst zu ärgern, auch wenn es dir manchmal so vorkommt. Viel Geduld weiterhin, viele Grüße, Jessica

  13. Unser 5 1/2jähriger ist seit Wochen in dem oben beschriebenen Modus unterwegs?er spielt zudem noch meinen Mann und mich gegeneinander aus,so daß es da zusätzlich kracht?und zu allem Überfluss beginnt Babyhase nun auch mit der ersten Trotzphase?aber aufbauend ist,das es nicht nur uns so geht…ich bräuchte aber echt ne große Portion Gelassenheit,leider ist mein Vorrat aufgebraucht

    1. Ich fühle mit dir. Unserer mittlerer ist nun auch in dieser Phase und es ist genauso wie beim großen damals. Es ist anstrengend, aber es geht vorbei.

      Ich schicke dir eine große Portion Gelassenheit rüber! :-)

      Liebe Grüße Steffi

  14. Ich lese das nun 2 Jahre, nachdem dieser Post verfasst wurde… was mich jetzt interessiert ist: war es im Nachhinein betrachtet tatsächlich so schlimm!? Kam schlimmeres oder wurde es besser? Wie ging es weiter?

    1. Hallo,

      ja es wurde besser. Es gibt allerdings immer mal wieder solche Phasen. :-/

      Nach der Einschulung ging es aber erstmal eine Zeit lang bergauf. Nur Mut!

      Liebe Grüße

  15. Ich kenne die 6-Jahres-Trotzphase nicht in dem Ausmass wie Ihr obwohl meine Tochter 6 ist…aber die grosse 81/2, fruehreif und schon in der Vorpupertaet. Ich glaube man sollte gewisse Reaktionen nicht tolerieren. Z.B.Tueren schlagen, respektlos usw.sein. Gelassenheit ist ja schoen und gut, aber man sollte doch sehr streng sein finde ich (nicht ausrasten und zornig werden). Damit hilft man dem Kind mehr als mit dem machen lassen, denn das Kind fuehlt sich im Grunde auch schlecht wenn es sich so verhaelt. Ich mache das so:
    Wenn eine Tuer geschlagen wird, bestrafe ich sofort: entweder aufs Zimmer gehn oder 5 min.an der Wand stehn bis das Handy klingelt (die Strafe haben sich die Kinder selbst ueberlegt!)
    Anschliessend rede ich mit meinem Kind ueber das was vorgefallen ist und gebe ihm liebevoll zu verstehen, dass ich es verstehen kann dass es sauer ist aber dass es so und so nicht reagieren sollte sondern: und dann gebe ich Loesungsvorschlaege (z.B.darueber reden, abwarten etc.)
    Das kommt immer auf die Situation an.
    Ich denke dass man sie so besser aufs Leben vorbereitet und sie auch spaeter mit Emotionen besser umgehen koennen.
    Es ist unglaublich wichtig, klare Grenzen zu setzen die nicht ueberschritten werden duerfen. Das wiederum gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit und sie werden zufriedenere Kinder sein.

  16. bei ums dauert diese PHASE schon seit min zwei jahre an! hab keine worte mehr.. möchte eigentlich nur noch kündigen und ausziehen! ist mein viertes kind jeders mit seinen macken aber an den wunsch keine kinder zu haben hat mich noch keins gebracht. damit sage ich auf keinen fall nicht , dass ich mein kind nicht liebe. bin einfach nur ko und ratlos….

  17. Also mein Sohn ist 4 Jahre alt und macht DAS alles gerade mit mir. Steht morgens im Zimmer, stellt den Fernseher an ohne zu fragen, macht unnötig Lärm dass es wehtut, lässt seinen Bruder nicht in Ruhe… Heute hatte er mein Badezimmer unter Wasser gestellt und dabei gelacht ( sagte noch dabei er fände das Lustig). Und auch er weiß mittlerweile was er tun darf und was nicht ( er versteht mich sehr gut). Mir kommt es vor als amüsiere das ihn dass ich mich aufrege. Wenn ich ihm was verbiete dann warne ich ihn 3x. Wenn er dann immer noch nicht hören will, muss er in sein Zimmer. Isolieren. Einfach weg von der Gruppe ( sag ich mal). Es funktionniert aber auch nicht besonders lange. Hängt von seiner Laune ab. Abends ist er total lieb und sanft und kuschelt dann gerne. Im Moment bin ich mit dieser Situation etwas überfordert und würde mich auch SEHR freuen wenn ich einen Ratschlag bekäme ?. Die Ärzte sind schnell fertig, die sagen dann es wäre total normal, er wöre gerade in einer Phase ? ( wenn die eine fertig ist kommt die nächste). Hilfe! ?

  18. Ich merke dass ich oft Zornig werde. Leider. Ich setze Grenzen und bin sehr streng. Und doch machte was er will. Er macht mich so nervös, ich kann nicht in ruhe duschen, nicht mal in Ruhe aufs Klo gehen. Ständig dackelt er mir hinterher. Und ruft “ Mama mama mama….“ ?
    Mittag essen ist der absolute Horror für mich. Ich habe beim Kochen einen mega Kloß im Hals weil ich nicht mehr weiß was ich kochen soll, und über Tisch heißt es dann “ ich mag das nicht, das ist Bäh… .“ Dann wird über Tisch mit dem Essen solange gespielt bis alles runterfällt. Das neueste mittlerweile, er zeigt mir jedes mal sein gekautes Essen im Mund. Mama schau mal…aah ?oder steht während dem Essen auf und muss aufs klo. Kein Problem für mich aber jedes mal wenn er dann geht macht er groß. Dann ruft er mich und ich noch am kauen muss ihn abwischen dann vergeht einem der Appetit. Hilfe! ?

    1. Nachdem mein Großer, 4,5 Jahre, gerade auch mit kurzer Zündschnur unterwegs ist habe ich diverse Bücher, ja teilweise Fachbücher, nicht Internet, zu dem Thema Trotzphase durchforstet.
      Das Problem bei diesen Phasen ist wohl, dass wir Erwachsenen es mit 2 Extremen versuchen zu richten.
      1. Extrem: Alle Regeln Konsequent durchziehen. Meistens mit Strafen, die wie eine Vorschreiberin bereits erwähnt hat, mit dem problematischen Verhalten nichts zu tun hat.
      2. Extrem: Resignation der Erwachsenen und somit Zusammenbruch aller Regen.

      Die bessere Lösung wäre:
      1. Die bestehenden Regeln auf ein Minimum zusammenschrumpfen. Also wirklich überlegen was einem wichtig ist. Diese wenigen Regeln, dann aber wirklich durchsetzen. Idealerweise mit zur Handlung passenden unmittelbaren Reaktionen.
      2. Die Trotzphasen sind bei Kindern mit Geschwistern heftiger. Jedes Kind sollte 10 bis 20 Min. pro Tag die ungeteilte Aufmerksamkeit der Erwachsenen bekommen. Heißt: Smart-Phone wegschließen, TV aus, Kind darf sich die Aktivität raussuchen. Und wenn es nur das erzählen des Tages ist.
      3. Das Kind so viel wie möglich selbst entscheiden lassen. Fängt beim Anziehen morgens gleich an. Und auch viel mehr helfen lassen.
      4. Viel mehr Zeit für alles einplanen. Hat man sonst zum Staubsaugen ne halbe Stunde gebraucht, dann braucht man halt jetzt ne Stunde, weil Junior helfen darf.

      Jetzt fragt man sich was soll das bringen:
      Das Kind entdeckt langsam in verschiedenen Alterstufen, dass es auch ohne die Eltern etwas schaffen bzw. überhaupt existieren kann. Also Loslösung. Und wie bei allem was die Kleinen neu entdecken wollen sie das auch ausprobieren. Sie wollen aber auch, dass es auch von den Erwachsenen gut geheißen wird. Also Rückversicherung. Je mehr das Kind entscheiden darf, je mehr Aufgaben wir ihm zutrauen, desto mehr zeigen wir ihm: Ja du bist soweit du kannst ruhig einen Schritt weiter von uns weg. Wir sind trotzdem noch für dich da.

      Also unsere Trotzphase ist durch die 4 eigentlich einfachen Umstellungen zwar nicht weg, aber sehr viel leichter geworden.

  19. Bin ich froh, dass mir das erspart blieb … bei beiden Kindern. Auch die Pubertät verläuft erstaunlicherweise ziemlich entspannt (Junge und Mädchen).
    Strenge, Regeln etc. alleine reicht nicht. Konsequent sollte man bei seinen Entscheidungen sein.
    Das Kind braucht und will das, damit es weiß wo seine Grenzen sind bzw. wie zuverlässig das Handeln „der Großen“ ist. Und ein gegenseitiger respektvoller Umgang!
    》… ich mag nicht was du machst – aber ich liebe dich und du bist mir wichtig!《
    … dein Kind mag sein Essen nicht?! O.k., das ist in Ordnung, es gibt aber nichts anderes. Pech!
    Versuche ruhig zu bleiben, schreien – fluchen etc. hilft keinem. Notfalls kurz raus aus der Situation. Erkläre danach was dich stört – es ist schließlich nicht dein Kind, sondern sein tun UND wie es sich vielleicht „besser“ verhalten könnte und welche Konsequenz ansonsten daraus folgen könnten.
    Ich steckte auch in einem Teufelskreis, weil mir manches nicht schnell genug ging. Mit und in Ruhe erreichst du aber einfach mehr. Dein Kind muss (leider) nämlich auch lernen angemessen mit Misserfolgen, Niederlegen und/oder Ungerechtigkeiten umzugehen.
    Viel Erfolg

  20. Ich denke ‚Strafen, Schimpfen und Konsequenzen‘ sind gerade der falsche weg. Er ist nicht ‚anstrengend‘ weil er gemein ist oder jemanden terrorisieren will. Lieber genauer die Situation anschauen: welches Bedürfnis hat er und wie kann ich ihm helfen dieses zu verbalisieren.

  21. Habe gerade verzweifelt gegoogelt: Trotzphase mit 6?? Und bin auf diese Seite gestoßen. Es ist genau so. Schule steht bevor, keine richtige Trotzphase mit 2-4 gehabt, gerade ist er in die Höhe geschossen und alles klein-kindliche ist komplett weg, erster Zahnwechsel. Und hier fliegen die Fetzen. Mein Mann und ich sind sprachlos. Das geht schon sicher 8 Wochen so. Er kreischt wie er es als 2- jähriger besser mal hätte tun sollen.
    Einige Einträge hier sind ja schon recht alt. Würde mich über eine Info freuen, wann das bei Euren Kindern wieder aufgehört hat?
    Liebe

    1. Hallo Annette,

      Ich war auch auf der Suche nach Rat im Netz. Mein 5 Jahre alter Schatz macht mich gerade auch wirr in der Birne. Auf der einen Seite hat er teilweise großes Verständnis für seinen kleineren Bruder (3,5), hilft ihm usw. und auf der anderen Seite weiß er seid Tagen nichts mit sich anzufangen. Spiele nimmt er auch nicht an, bzw. Gleich Geheule wenn es nicht nach seiner Nase geht. Gejammer bei jedem kleinen Mist. Läuft mir hinterher wie ein Hund. Es ist teilweise anstrengend, aber jetzt, da ich das alles so lese, kann ich sein Verhalten wenigstens etwas nachvollziehen. Ich hoffe diese Phase dauert nicht ein ganzes Jahr ???

  22. Hallo zusammen.
    Ja,das würde mich auch sehr interessieren,wie lange wohl diese Phase anhält.
    Mein kleiner Prinz ist 6 und wurde jetzt eingeschult.
    Bis vor wenigen Monaten war ich super stolz auf ihn,da er schon so groß und selbstständig ist. Ich konnte ihn bereits 1-2 Std alleine lassen. Er würde nie auf dumme Gedanken kommen und Zuhause ernsten Unfug anstellen. Er ging auch alleine draußen spielen und verabredete sich mit Nachbarskindern.
    Nun ist das alles anders. Jetzt kann ich nicht einmal mehr alleine runter im Keller die Wäsche machen,ohne dass er mit möchte…
    Alleine draußen mit Freunden spielt er auch nicht mehr. Ich muss immer mit…
    Außerdem bricht für ihn die Welt zusammen,wenn es nicht so läuft,wie er sich das vorstellt. Gibt man ihm den kleinen Finger,reist er an der ganzen Hand und protestiert,wenn man ihm klar machen möchte,das er zu weit geht.
    Teilweise reagiert er kein Stück,wenn ich ihn anspreche. Ich kann 20mal seinen Namen sagen. Er reagiert nicht…
    Das führt dazu,dass ich leider laut werden muss. Und genau so laut wird er dann auch. Ich hasse solche Situationen. Ich möchte ungern laut werden und so gesehen,bin ich dabei kein gutes Vorbild für ihn. Doch es mehren sich die Tage,da bin ich am Boden zerstört und am Ende meiner Nerven.
    Auch er war um die 3 Jahre eher ein sehr umgängliches Kind. Er hatte auch Mal den ein oder anderen „Anfall“ aber das ging schnell vorbei und die Spanne zwischen den Anfällen war groß.

  23. Vielleicht seid ihr alle auch nur richtig beschissen-Unfähige Eltern. Tut mir leid, aber sowas kenne ich nicht und hab mich auch selbst nie so benommen.

  24. Aileen: Mit deinem Kommentar hast du sicher niemandem geholfen. Ich wünsche dir, dass deine Kinder nicht noch in solche Trotzphasen kommen, denn leicht ist das bei Weitem nicht.
    Schreib sich lieber mal, wie du deine Kids erziehst…

  25. Hallo
    Mein ältester Sohn fast 7, (Mädchen 3 1/2 und ich im 9. Monat schwanger) bringt mich momentan auch zum Verzweifeln. Er macht ständig Sachen kaputt, schwindelt mich an und versucht Alles seiner Schwester in die Schuhe zu schieben. Er brüllt extrem, schimpft wie ein Rohrspatz und zudem sagt er mir, wenn ich schimpfe, über etwas was er angestellt hat, ich solle mir doch ein anderes Kind suchen bzw. Sogar, dass er am liebsten sterben würde. Auch meint er ständig, er sei dumm, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Das Ganze macht mich sehr betroffen und ich bin absolut rat- und hilflos wie ich im begegnen und v.A. helfen kann. Wir lieben ihn über Alles und versuchen ihm auch zu erklären, warum etwas nicht ok ist und auch dass wir verstehen, wenn er traurig oder sauer ist. Wir wohnen in der CH und daher kommt er erst im August in die 1. Klasse.
    Was meint ihr dazu? Wie kann ich ihm und uns helfen?

  26. Wie vielen anderen, tut es auch mir gut, zu lesen, dass nicht nur mein Sohn vor dem Schuleintritt schwierig geworden ist (Kann es eigentlich sein, dass hier öfter von Jungs als von Mädels die Rede ist?). Leider geht das inzwischen schon ca. 9 Monate so. Angefangen hat es, als er 5 1/2 war. Davor war er ausgesprochen selbständig und voller Vertrauen in seine Umwelt. Von einer Woche auf die andere, so kommt es mir vor, wurde er sehr anhänglich. Ich kann seither nicht aus seinem Blickfeld verschwinden, ohne dass er ängstlich nach mir ruft und schon nach 10 Sekunden ohne Antwort anfängt zu heulen, als hätte ich sein lieblings-Kuscheltier mit dem Rasenmäher überfahren.
    Zuerst habe ich mir Sorgen gemacht, ob er in irgeneiner Form ein Trauma erlebt hätte, aber mir und seiner Erzieherin im Kindergarten fiel nichts entsprechendes ein (Auch das mit dem Rasenmäher war nur fiktiv). Dann habe ich überlegt, ob er den Kindergarten wechseln müsste oder vielleicht, wenn es soweit ist, in eine alternativere Grundschule gehen sollte. Habe mich selbst und meine ganze Erziehung in Frage gestellt und sogar schon über Autismus nachgelesen. Schließlich habe ich hier gleichgesinnte gefunden und mich erst einmal wieder beruhig. Jetzt warte ich mal ab.
    Dennoch treibt mich mein Spross in den Wahnsinn.
    Beim kleinsten Konflikt – zuletzt, als es Spiegelei statt Rührei gab – haut er ab, schmollt, schlägt Türen und schwankt zwischen pubertärem Zorngrollen und Weinen. Ein andermal kuschelt er sich wieder an mich und spricht in Babysprache. Immerhin das konnte ich ihm durch wiederholtes, nerviges „Was?“ „Ich versteh dich so nicht!“ „Hä?“ „Red mal deutlich“ „Was willst du?“ meinerseits wieder abgewöhnen.
    Gerade heute wieder der Zwiespalt: Morgens bat ich ihn und seine 4-jährige Schwester, im Auto zu warten, während ich in einem Laden nur ein Paket abholen wollte. Schwester: „Ok.“ und schaut aus dem Fenster. Bub: „Nein! Und wenn ich Angst kriege, wenn es mir zu lange geht? Du sollst hier bleiben.“ Schließlich konnte ich ihn zum Warten bewegen. Kaum war ich außer sichtweite, stieg er aus, kam zur Ladentür und heulte herzzerreißend. Später beim Schmollen zu Hause, fuhr er plötzlich mit seinem Roller davon, ca. 300m die Straße entlang, ohne es mir zu sagen, oder mich zu vermissen. Abends wollte er dann selbst in einem Laden in der Nachbarschaft etwas einkaufen, was ich noch dringend brauchte und hat es auch erfolgreich durchgezogen. Nur, um im nächsten Moment, aus völliger Selbstgefälligkeit, die Süßigkeitenschublade zu räubern.
    Aber Kopf hoch, die ersten Erfolge zeichen sich schon ab und ich bin gespannt, wie es wird, wenn er in vier Monaten eingeschult wird.
    Ich ermutige mich immer damit, mir vorzusagen, dass die Menschheit schon lange ausgestorben wäre, wenn Kinder nicht irgendwann auch aus ihren Phasen heraus kämen.
    Das ist bisher die heftigste. Eine Trotzphase hatten wir so gut wie nicht, vielleicht ist das die Rache. Kann ich dafür auf eine milde Pubertät hoffen? Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und dann kommt ja schließlich noch Nummer 2 in das Alter.

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