Kindern den Tod erklären

Wenn man Kinder hat, dann tauchen früher oder später auch mal unangenehme Fragen auf. Eine dieser Fragen ist, definitiv die nach dem Tod. Meistens trifft uns diese Frage nämlich völlig unvorbereitet und in einem Moment, wo es uns vielleicht selber nicht gut geht, weil wir gerade selbst um einem geliebten Menschen trauern. Dennoch sollte man seinen Kindern den Tod erklären, und zwar kindgerecht.

Kindern den Tod erklären

Wenn die geliebte Oma von uns geht oder ein Freund bei einem Unfall sein Leben verliert, dann stellen Kinder fragen. Das ist ganz natürlich und auch gut. Kinder sind neugierig und sie wissen doch nicht, was es bedeutet wenn jemand stirbt.

Kindern den Tod zu erklären, ist nicht einfach, aber es ist machbar. Ab dem Schulalter etwa, können sie auch solche Themen gut verstehen. Viele erzählen ihren Kindern, dass die geliebten verstorbenen im Himmel wohnen. Kinder verstehen dann aber nicht, dass man auf dem Friedhof das Grab besucht, wenn doch die Leute im Himmel wohnen.

 

Kindern den Tod erklären


Ich empfehle euch, dass ihr euren Kindern den Tod schon einmal erklärt, auch wenn gerade kein Trauerfall in der Familie ist. Man kann dieses Thema nämlich besser erklären, wenn man nicht gerade selbst trauert. „Mama, warum müssen Menschen sterben?“ Ich hab meinem Kind auf diese Frage, so geantwortet:
„Manchmal passieren Dinge, die nicht schön sind. Dazu zählt der Tod. Warum Menschen sterben müssen, weiß ich nicht. Aber bei alten Menschen ist der Körper einfach müde und hat dann einfach keine Kraft mehr. Wenn jemand bei einem Autounfall stirbt, dann hat er einfach zu schwere Verletzungen, die der Körper nicht aushalten kann.“

Schulkinder verstehen solche Erklärungen schon gut. Ich finde die Vorstellung, dass unsere geliebten Verstorbenen im Himmel wohnen schön, deshalb behalte ich das auch bei und erzähle dass auch meinen Kindern.

Ich habe ihnen das mit der Grabstätte so erklärt: Der Körper eines Menschen stirbt und wird begraben. Aber seine Seele steigt auf in dem Himmel. Damit sie das besser verstehen habe ich einen Gummihandschuh aufgeblasen. Der Handschuh verkörpert den Körper, die Luft darin die Seele. Die Seele, habe ich ihnen erklärt, sei das was einem Menschen ausmacht: sein Charakter und sein Wesen. Ich denke die beiden großen haben das schon gut verstehen können.

Buchtipp um Kindern den Tod zu erklären

Bücher helfen Kindern auch immer beim verstehen. Ein tolles Buch dazu habe ich letztes Mal in der Buchhandlung entdeckt und hab es für euch mal auf Amazon gesucht:

 

Buchempfehlung

 

Leider muss man sich hin und wieder auch mit den weniger schönen Themen auseinander setzen. Das gehört zum Leben einfach dazu. Redet mit euren Kindern, denn schweigen bringt in solchen Fällen nichts.
Alles liebe
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8 Kommentare

  1. Bei uns war es der von allen geliebte Hund, der plötzlich und unerwartet von uns ging. Unseren Kindern damals 2 und 9Jahren dass zu erklären war das härteste was ich je getan habe. Uns haben auch Bücher geholfen.
    Auch Hunde kommen in den Himmel. (Sehr schön für Kinder- aber man sollte es selber erstmal Lesen, sonst ist es zu traurig)

    Ansonsten haben wir noch die Bücher: Ist Oma jetzt ein Engel (Ließ und spiel) und Anna nimmt Abschied ( v.Carolyn Nystrom) Es geht dort um eine Krebskranke Tante….die langsam abbaut und schliesslich stirbt.

  2. Ich empfehle es nicht, mit Kindern Themen zu besprechen, wofür sie noch zu klein sind, gerade nicht direkt betroffen und nicht konfrontiert sind, da es ihnen dadurch schwer fällt Verknüpfungen zu machen. Falls ein Todesfall eintritt, ist es genug früh, mit den Kindern darüber zu sprechen und ihre Fragen dazu zu beantworten.

  3. Leider gibt es meist nur Bücher wenn Haustiere oder Großeltern sterben. Ich stand vor dem Problem wie ich es meinem Sohn mit 3 1/2 Jahren erklären soll das sein Papa gestorben ist. "Papa wo bist Du!" war sein/unserer Begleiter in der Zeit und die Kita hat dieses Buch auch mit in "die Tage/Wochen danach "eingebaut und ihn so unterstützt. Da er sehr auf Bücher reagiert hat,war das noch eine gute Voraussetzungen.

  4. Bei solchen Themen, sollte man nur die Fragen der Kinder beantworten. Mehr nicht. Kinder erfragen, was sie wissen möchten. Sie hören auf, wenn der Punkt da ist, wo sie überfordert werden. Beim Thema Tod ist es besser auf Ausdrücke wie schlafen, müde, eingeschlafen zu verzichten um den Kindern keine Angst vor dem abendlichen einschlafen zu machen. Wir Erwachsenen können nicht alles wissen und „wenn man noch nie tot war“, weiß man eigentlich auch nicht genau wie es ist tot zu sein. Ein bisschen erklären und ein bisschen mit den Kindern überlegen wie es sein kann. Wichtig ist dann auch: nicht ausprobieren! Wer tot ist kann nicht zurückkommen und erzählen wie es ist. ;-) Bin vom Fach und musste situationsbedingt schon öfter mit Kindern über das Sterben bzw. den Tod sprechen.

  5. Hallo,

    aber wie würdet ihr den Tod ohne Himmel erklären? Ich glaube nicht an den Himmel… kann es einfach nicht. Für mich lebt die Erinnerung in mir weiter.
    Als der heißgeliebte Kater der Großeltern starb war die Große ( damals 5) völlig am Boden zerstört und voller Fragen. Am Ende wusste ich nicht weiter und erklärte ihr doch er sei im Himmel- daraufhin fragte sie warum er denn nicht eine Leiter nehmen könnte um wieder runter zu kommen…
    Vielleicht hat jemand Gedanken dazu…

    1. Versuche es mit dem Ablegen des Erdenkleides (Körper), welches nach dem Tod nicht mehr benötigt wird. Dieses wird in unserer Kultur dann ja auch beerdigt – somit ist auch dieses Ritual den Kindern gut erklärbar. Die Seele (oder wie man es nennen möchte) muss dann ja auch nicht zwingend in den Himmel kommen. Man kann sich mt dem Kind ja gemeinsam Gedanken machen, wo dieser Teil unseres Wesens hingeht. Wie oben im Artikel erwähnt, wissen wir es ja mangels Erfahrung nicht. Also: „ich fände es schön, wenn…“ oder „vielleicht ist es so, dass…“ etc.

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