Will ich wirklich noch ein Kind?

Eigentlich wollte ich früher nie Kinder. Das änderte sich aber als ich meinen Mann kennen lernte. Nach der Geburt unseres ersten Kindes, war mir schnell klar, dass er kein Einzelkind bleiben sollte. In meiner dritten Schwangerschaft ging es mir gesundheitlich nicht besonders gut. Die Schwangerschaft war schwer und die Kaiserschnittnarben der beiden ersten Geburten machten Probleme. Deswegen und weil ich mir damals so sicher gewesen war nicht noch ein Kind zu wollen, habe ich mich beim dritten Kaiserschnitt unterbinden lassen. Das heißt, ich kann nun nicht mehr schwanger werden. In letzter Zeit frage ich mich aber immer öfter, ob das wirklich die richtige Entscheidung damals war. Will ich wirklich noch ein Kind?

 

Will ich wirklich noch ein Kind?

In letzter Zeit denke ich mit sehr viel Wehmut an die schöne Babyzeit mit meinen Kindern zurück. Ich hatte wirklich sehr viel Glück. Alle drei waren wirklich sehr brave Babys und ich konnte diese erste besondere Zeit so sehr genießen. Wenn ich daran zurückdenke und mir bewusst wird, dass ich das alles nie wieder erleben werde, dann werde ich schon etwas traurig.

Will ich wirklich noch ein Kind?

Letzte Woche wurde unser kleinster 4 Jahre alt und ich habe dann seine Babyfotos angeschaut. Alle drei waren damals noch so klein und süß. Wie gerne würde ich diese Zeit nochmals erleben. Die ersten Schritte, die ersten Worte – einfach diese ganzen schönen Dinge.

Irgendwie wünsche ich mir dann schon noch ein kleines Baby. Alles nochmal erleben. Die Schwangerschaft, die Geburt und die ersten Babyjahre. Ich zweifle daran, ob die Unterbindung damals mit 28 Jahren, wirklich die richtige Entscheidung war. Was ist, wenn dieser Kinderwunsch nicht mehr vergeht und immer lauter wird? Will ich wirklich noch ein weiteres Kind?

Eigentlich bin ich ja wirklich glücklich mit meinen dreien und ich bin im Moment auch ziemlich ausgelastet mit einem Schulkind, einem Schulanfänger und einem Kindergartenkind. Dazu den Haushalt und die Arbeit. Aber immer öfter denke ich mir nun in Alltagssituation: Ein Kind mehr wäre jetzt auch kein Problem mehr. Oft denke ich auch, dass die Anzahl von drei Kindern ein wenig unglücklich gewählt wurde, denn einer von den dreien ist irgendwie immer alleine. Zu dritt spielen klappt eigentlich nie. Es sind immer zwei die brav spielen und einer wird meist ausgegrenzt. Ist das bei 4 Kindern vielleicht besser?

 

Vermisse ich einfach nur die Babyzeit?

Ist dieser Wunsch nach einem weiteren Baby auch einfach nur da, weil ich weiß, dass unsere Babyzeit nun endgültig vorbei ist? Vermisse ich es einfach, ein kleines Baby im Arm zu haben?

Meistens fühle ich, dass unsere Familie komplett ist so wie sie ist. Aber manchmal eben auch nicht. Manchmal denke ich, einer hätte noch Platz bei uns und in meinem Herzen.

Die Entscheidung gegen ein 4. Kind habe ich aber bereits vor 4 Jahren getroffen. Ob diese nun richtig oder falsch war? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. In der Schwangerschaft ging es mir schlecht und ich war mir sicher, dass ich sowas nicht nochmal durchstehen könnte. Der Arzt hatte mir den Vorschlag gemacht, eine Unterbindung gleich im Zuge des Kaiserschnitts durchführen zu lassen. Die Krankenkasse hatte die Kosten übernommen. Es klang damals einfach gut und für die damalige Lebenssituation perfekt.

Ich bin jetzt 31 Jahre und wer weiß, was in 2 oder 3 Jahren ist? Irgendwie hatte ich das damals nicht bedacht bzw war ich mir so sicher, dass ich meine Meinung niemals ändern werde. Auch heute bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich noch ein Kind möchte, oder ich einfach nur der Babyzeit nachtrauere…

Ab wann habt ihr gewusst, dass eure Familie komplett ist? Wann seid ihr euch sicher gewesen, dass euer Kinderwunsch für immer abgeschlossen ist?

Ich freue mich, wenn ihr mir eure Geschichte erzählt…

eure Steffi

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