von vielen Tränen und einer Diagnose die mir den Boden unter den Füßen wegzog

Hallo meine lieben,

viele Nachrichten haben mich in letzter Zeit erreicht, warum es hier auf dem Blog so still ist. Und ihr habt Recht bis auf ein paar wenige Beiträge, die ich bereits vorbereitet hatte, kam sehr wenig von mir. Das tut mir auch leid und ich möchte euch deshalb heute davon berichten, was bei mir in den letzten Wochen los war und wie es mir nun geht.

Vom Verdacht eines Hirntumors

Angefangen hat alles vor circa 3 Monaten als ich beim Optiker war und mir eine neue Brille kaufte. Dort fiel zum ersten Mal auf, dass ich auf dem rechten Auge einen Gesichtsfeldausfall habe. Ich sehe auf dem rechten Auge also an bestimmten Punkten nur mehr verschwommen. Wenn ich mit zwei Augen sehe bzw lese ist mir das nie aufgefallen. Ich machte mir daraufhin einen Termin beim Augenarzt ohne mir weiter große Gedanken darüber zu machen. Ich dachte erstmal an nichts schlimmes.

Bis der Termin beim Augenarzt kam und die Ärztin mich nur ca 3 Minuten untersuchte und mich sofort ins Krankenhaus schickte. Verdacht auf erhöhten Hirndruck. Ich musste erstmal alles mit den Kinder regeln und machte mir einen Termin im Krankenhaus aus – 4 Tage musste ich warten. In diesen Tagen habe ich natürlich alles im Internet recherchiert. Immer wieder kam ich auf die Diagnose Hirntumor. Ich hatte solche Angst. Furchtbare Angst.

Diagnose und Behandlung

Im Krankenhaus warteten eine Reihe von Untersuchungen auf mich. Augenarzt – Ultraschall – MRT. 10 Stunden lang hatte ich solche Angst, wie ich sie noch niemals verspürt hatte. Ich bekam dann von einem sehr unsensiblen Arzt meine Diagnose hingeknallt: Pseudotumor Cerebri. Er schickte mich sofort zur Lumbalpunktion um den Hirndruck zu messen und Nervenwasser abzulassen. Er erklärte nichts und ich ging wie in einer anderen Welt auf die andere Station. Es kam mir vor wie im Film – wie wenn ich nur Zuseher von außen war. Mein Handy piepste ständig – meine Familie wollte wissen was los ist, aber ich wusste es ja selber nicht.

Als ich dann mit dem Neurologen die Lumbalpunktion besprach, brach ich in Tränen aus. Der nette ältere Oberarzt hat mir dann netterweise erklärt, dass ich keinen echten Hirntumor habe, sondern nur einen Pseudotumor. Es wäre alles behandelbar und mit viel Glück würde sich die  Sehstörung auch wieder bessern. Er spritzte mir ein Beruhigungsmittel und führte die Lumbalpunktion durch.

Pseudotumor Cerebri

Nichts desto trotz zog mir diese Diagnose den Boden unter den Füßen weg. Der Gedanke was nun alles auf mich zukommen wird und wie ich das alles mit den Kindern organisieren sollte, war einfach zu viel für mich.

Leider wird die Lumbalpunktion noch ein paar Mal wiederholt werden. Ein weiteres MRT steht noch aus und viele Blutabnahmen. Die Medikamente setzen mit ziemlich zu und ich könnte tagelang schlafen. Nur sind die Kinder ja zuhause, weil gerade Ferien sind. Es ist alles gerade ziemlich viel für mich. Aber ich denke mittlerweile wieder positiv und denke, dass ich es schaffen werde. Der Kontrolltermin letzte Woche stellte zumindest mal keine Verschlechterung fest. Nächste Woche muss ich nochmal zur Lumbalpunktion um zu sehen, ob der Hirndruck wieder gestiegen ist.

Symptome

Einige haben mich gefragt, ob ich Symptome oder Anzeichen hatte. Ich muss sagen, dass ich schon manchmal Kopfschmerzen hatte, aber nie wirklich so schlimm, dass ich mir darum Gedanken machte. Ich hatte auch keinen Schwindel oder ähnliches. Es war also wirklich eine Zufallsdiagnose bei mir. Und vielleicht war das gerade mein Glück – wer weiß das schon.

*****

Jedenfalls wisst ihr jetzt, warum in letzter Zeit so wenig los war hier und auch in nächster Zeit noch etwas ruhiger bleiben wird. Aber schon langsam gewöhne ich mich an die Medikamente und es geht ein klein wenig bergauf. Habt noch ein wenig Nachsicht mit mir. <3

Alles liebe, eure Steffi

5 Kommentare

  1. Was für ein Schock das ist,kann ich leider (als Krebspatientin) nachempfinden…wie gut das sich kein echt Tumor dahinter verbirgt. Die vielen Arzttermine mit kleinen Kindern zu organisieren fällt mir auch zunehmend schwerer …. für sowas bräuchte man mal ne Oma oder Kindermädchen an der Hand…. hab ich leider auch nicht :-/ Fühl Dich gedrückt , alles wird gut!

  2. Daumen sind gedrückt und die Besten Wünsche für Dich und allem was drum herum läuft! Gönne Dir Pausen und schau auf Dich – ich hoffe der Sommer geht in einen gesunden Herbst für Euch alle über!! LG

  3. Ich hatte vor 3 Jahren mit 6 Monate alten Zweitzwerg einen schweren Unfall… 3-4/Wo kh Termine
    Ich hatte eine Studentin als Aufpasserin und Helferin… hat bissi was gekostet aber das Leben soooo viel ertragbarer und leichter gemacht. Unijobs.at
    Gute Besserung!

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